
Wie man eine effektive Infrarotheizwand einrichtet Wenn wir Heizwände für Dinge wie Bremsbeläge oder Lackierkabinen bauen, liegt das eigentliche Problem nicht darin, Wärme zu erzeugen – sondern darin, diese Wärme an der richtigen Stelle zu verteilen. Stellen Sie sich vor: Es gibt verschiedene Fahrzeugmodelle, was bedeutet, dass die jeweiligen Bauteile in Bezug auf ihre Größe sehr unterschiedlich sind. Wenn man die Infrarotlampen einfach in einem perfekt gleichmäßigen Muster anordnet, führt das zu Problemen: An den größeren Bauteilen entstehen kalte Stellen, während die kleineren Bauteile überhitzt werden. Das möchte natürlich niemand.
Umgang mit der vertikalen Anordnung Wir verwenden keine „standardmäßigen“ Anordnungen mehr – das funktioniert einfach nicht. Stattdessen passen wir den Abstand zwischen den Emittoren an, damit die Wärme genau dort ankommt, wo sie benötigt wird. In Werkstätten, in denen verschiedene Arten von Bauteilen verarbeitet werden, gruppieren wir die Lampen in Bereiche, die unabhängig voneinander gesteuert werden können. Das ist wirklich hilfreich. Wenn man beispielsweise flache Bremsbeläge trocknen will, kann man einfach die Stromzufuhr zu den oberen Reihen abschalten. So wird Energie gespart – und vor allem werden die Bauteile nicht überhitzt.
Der „Strahlungskonus“ Wir verringern den Abstand zwischen den Tuben, um eine Art „Wärmevorhang“ zu schaffen. Doch man muss vorsichtig sein – wenn die Tuben zu dicht beieinander liegen, besteht die Gefahr, dass die Befestigungselemente schmelzen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem.
Leistung und Stromverbrauch Wir nutzen meist Kurzwellenquarzlampen. Sie sind hervorragend, denn sie bringen die Wärme direkt auf das Bauteil. Dadurch wird keine Zeit damit verschwendet, die Luft im Raum zu erwärmen – die Wärme gelangt direkt ins Material. Wir verwenden außerdem verstärkte Reflektoren, damit die Wärme nicht nur in der Wand selbst bleiben bleibt.
Das Problem der Leistungsdichte Wenn man 2000 Watt oder mehr durch eine kleine Fläche leitet, entsteht viel Wärme – doch das bedeutet auch einen hohen Belastungszustand für die elektrischen Anlagen. Ich rate immer dazu, die Verkabelung für 125 Prozent der Gesamtleistung auszulegen. Das ist zwar ein kleiner zusätzlicher Aufwand, doch dadurch kann man vermeiden, dass die Kabel während des Höchstbetriebs zerstört werden.
Der Kompromiss Je mehr man versucht, die Anordnung der Lampen so anzupassen, dass alles perfekt getrocknet wird, desto schwieriger wird es, die Heizwand zu reparieren. Eine dichte Anordnung der Lampen bedeutet, dass die Verkabelung sehr eng ist. Wenn eine Lampe kaputtgeht, muss der Techniker lange suchen, um sie auszutauschen. Um das zu vermeiden, verwenden wir herausziehbare Träger. Man zieht einfach die ganze Lampe heraus, wechselt das Teil aus und schiebt die Lampe wieder hinein. So muss man nicht die ganze Heizwand auseinandernehmen, um nur eine Lampe auszutauschen.