
Auf der Produktionsfläche ist eine UVC-Lampe, die zwar scheinbar leuchtet, nicht gleichbedeutend mit einer Lampe, die tatsächlich eine wirksame Desinfektion bewirkt. Die Leistung der UVC-Lampe nimmt mit der Zeit ab – aufgrund von Schwankungen in der Stromversorgung sowie wegen Verunreinigungen des Reflektors. Ohne eine Echtzeit-Messung der Intensität arbeitet man im Unklaren.
Was technisch wichtig ist:
Die Wirksamkeit der UVC-Lampe hängt von der abgegebenen Dosis ab: Die Strahlungsintensität in Watt pro Quadratzentimeter multipliziert mit der Einstrahlzeit. Eine Lampe mit einer Leistung von 100 W/cm kann am Ende ihrer Lebensdauer oder nachdem sich die Quarzhülle verunreinigt hat, deutlich weniger Energie abgeben. Die einzige Möglichkeit, die Leistung zu überprüfen, besteht darin, die spektrale Ausstrahlung sowie die Intensität kontinuierlich mit einem kalibrierten Radiometer zu messen – wobei dieses an NIST-Standards ausgerichtet sein muss.
Warum das funktioniert:
In Verpackungslinien, Reinräumen und bei Stationen zur Oberflächendesinfektion sind wiederholbare Prozesse sowie dokumentierte Nachweise sowie ein planbares Austauschintervall für die Lampen erforderlich. Durch die Überwachung der Intensität wird die Sterilisierung zu einem kontrollierten Prozess. So kann man auf Vermutungen verzichten und die Anforderungen anhand objektiver Daten erfüllen.
Einige praktische Aspekte:
UVC-Intensitätssensoren müssen in derselben Entfernung zum Zielobjekt angebracht werden – und sie müssen sauber bleiben. Staub und Kondenswasser können die Messwerte verfälschen. Zudem kann die Geometrie des Reflektors sowie die Ausrichtung der Lampe zum Zielobjekt dazu führen, dass sich das Dosisprofil verändert. Deshalb sollte die Intensität in der gesamten Zone gemessen werden, nicht nur an einer Stelle. Zudem muss die Entsorgung der Lampen als gefährliche Abfälle behandelt werden – aufgrund des Quecksilbergehalts ist eine ordnungsgemäße Handhabung sowie korrekte Dokumentation erforderlich.